Jet-Bass kurz erklärt
 

Ein Horn ohne Mund?

1959 zeigte uns Amar Bose, wie man mit 22 preiswerten 4-Zoll-Lautsprechern, die auf einer Achtel-Kugelfläche innerhalb einer Ecke angeordnet sind, effizient Bass bis zu einer Nenngrenze von 51 Hz abstrahlt. Um die Nenngrenze auf 26 Hz zu erweitern, wird die vierfache Fläche mit 88 Lautsprechern benötigt, aber die guten Eigenschaften sind wunderbare Geschenke für Audiophile:

Kein 'cut-off' Effekt, langsamer Abfall von 90% auf 10% innerhalb einer Dekade unterhalb der nominellen unteren Grenzfrquenz, hohe Effizienz, kleine Membranauslenkungen, schnelle Reaktion auf Impulse und gleichmässige Abstrahlung, von Natur aus unendlich, also ohne Hornmund, deshalb ohne Mund-Reflexionen und ohne Resonanzen bzw. Impedanzspitzen, niedrige harmonische Verzerrungen und geringe Intermodulation sowie verzögerungsfreie Abstrahlung.


 Hörner kaskadieren

Um die 88 Lautsprecher loszuwerden, entsinnen wir uns Harry Olsons Entdeckung, der 1940 fand, wie Hörner miteinander kombiniert werden können und ein vorangehendes Horn dabei Eigenschaften des Nachfolgenden erben kann.


Ein Horn passt nicht in die Ecke

Man kann dann die 1/8-Kugelfläche mit den vielen Lautsprechern durch ein Horn passender Mundgrösse ersetzen, welches die Wände genau dort tangiert. Leider ist für solch ein vorgesetztes Horn nicht genügend Platz in der Ecke vorhanden, was man leicht an der Grafik erkennt, egal welche Grenzfrequenz gewählt wird. Daher sind in die Ecke gebaute Hörner stets kompromissbehaftet und es bildet sich ein Hornmund. Um einen Hornmund und seine Nachteile zu vermeiden, darf das Horn nicht in die Ecke gebaut werden.


Das vergessene Rechteckprisma

Das Volumen unter der 1/8-Kugelfläche kann nicht nur als geschlossene Rückkammer dienen. Es ist vorteilhafter, seine Eigenschaften als retroreflektierendes Rechteckprisma zu nutzen, man kann dann den letzten Abschnitt des vorgesetzten Horns hineinfalten und die Richtung der Schallwellen mit zwei bzw. drei aufeinanderfolgenden Reflexionen räumlich umkehren, ähnlich einem optischen Katzenauge. Die Wellen durchqueren dann Teile des Raums wiederholt, jedoch in verschiedenen Richtungen und dies wirkt als sei der fehlende Raum für ein Horn voller Grösse anscheinend vorhanden. Alle Trajektorien haben dabei die gleiche Länge bis zum Hornmund, der 1/8-Kugelfläche als Verbindungsfläche und kommen dort als perfekte unverzerrte 1/8-kugelförmige Wellenfronten an, wie es genauso auch ohne Faltung wäre, bzw. wie sie von den vielen Lautsprechern direkt erzeugt wurden.


Nur der schlanke Hornanfang benötigt ein Gehäuse

Der erste schlanke Teil des Horns und der Lautsprecher benötigen ein Gehäuse, das mit dem nötigen Abstand vor der Ecke platziert wird und aussermittig aber parallel zur Raumdiagonalen an eine Wand strahlt. Dies trennt die Wege der ein- und auslaufenden Wellen, so dass nichts davon wieder in das  Horn eintritt.


Ein zum größten Teil unsichtbares Sub-Bass-Horn

Dies sind die wesentlichen Kunstgriffe, die es ermöglichen, effizient Sub- Bass ohne Verzerrungen oder Resonanzen zu erzeugen. Die Raumecke wird dabei gezielt definiert als Reflexionsprisma eingesetzt, das sanft in die konische Raumpyramide übergeht und dadurch die Schallwellen gleichmäßig im Raum verteilt. Der Raum selbst bildet ein ideales großes Horn ohne Ende, welches für die tiefen Bässe benötigt wird, die wir uns schon immer zuhause gewünscht haben. Dabei bleibt es bis auf einen kleinen eingehausten Teil unsichtbar.

Es wird weder eine extra Schallwand benötigt, noch braucht man es fest zu montieren oder abzudichten, ist leicht, einfach zu bewegen und bringt nicht das ganze Haus sondern nur die Luft zum vibrieren.
Zu einer genaueren technischen Beschreibung gelangen Sie bei Click auf das Foto.






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1959, Amar Bose






1940, Harry Olson






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Jet-Bass 7", 40 Watt
In my ebook "Design of Small Sub-Bass Corner Horns" you find what you need to design and calculate horns and enclosures with tips for proper folding and proposals of realized prototypes. Medien & Kontakt
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